
Ich habe die letzten Abende mal damit verbracht, meine derzeit 69 Favoritenpunkte bei geocaching.com zu verteilen.
Zu Weihnachten wurde ja die Geocaching-Gemeinde von der Firma Groundspeak mit ein paar neuen Features “beschenkt”. Neben der Statistik-Seite im Benutzerprofil (auch für basic member) ist die Favoriten-Funktion (leider nur für premium member) die zweite wichtige Neuerung. Beides wurde durchaus kontrovers diskutiert, das neue Bewertungssystem z.B. hier.
Für zehn gefundene Caches darf der geneigte Geocacher nun einen ebenfalls gefundenen Cache mit einem “Es-lohnt-sich-hinzugehen-Punkt” versehen. Mit dieser Maßnahme soll offensichtlich versucht werden, angesichts des Booms in den letzten Jahren (und der damit stark angestiegenen Anzahl ausgelegter Dosen), dem suchwilligen Geocacher ein Werkzeug an die Hand zu geben, lohnenswerte Caches aus der Masse herauszufiltern. Tatsächlich kann ich mich noch an Zeiten erinnern, als man einen Geocache absichtlich nicht gesucht hat, damit man “ein anderes Mal noch was zu suchen hat”; und in der z.B. ein Team von Hamburgern nach Bremen kam, wenn es in der Region fünf neue Caches zu finden gab
. Das kann man sich heutzutage kaum vorstellen, war aber so.
In den letzten Jahren hat leider mit der stark angestiegenen Masse an Döschen nicht unbedingt die Klasse zugenommen, um es vorsichtig zu formulieren. Es wurden (nicht nur im urbanen Bereich) Filmdosen überall “hingeworfen”, also auch dort, wo eine vernünftige Dose mit attraktiven Inhalt durchaus legbar gewesen wäre. Dazu legen dann viele der neuen “Handy-App-Cacher”
häufig genau die Art Dosen, die sie selbst dauernd finden, und deshalb für völlig normal halten. Naja, jedenfalls finde ich dieses neue Bewertungssystem aus besagten Gründen ziemlich gut, und habe mich deshalb auf eine virtuelle Zeitreise begeben, um heraus zu finden, welche 69 Caches der 690 Gefunden ich favorisieren möchte.
Bei der Durchsicht meiner Fundhistorie war ich überrascht, wie viele der alten, hochwertigen Caches mittlerweile im Archiv gelandet sind. Schade! Aber archivierte Caches nachträglich zu benoten finde ich persönlich eher sinnfrei, egal wie gut sie waren. Da ich zu jedem der in sieben Jahren gefundenen Caches auch Fotos habe, kann ich mich auch gut an jeden “erinnern”.
Ausgehend von den ältesten Founds, begann ich also meine Punkte zu verteilen. Dabei habe ich grundsätzlich Micros ausgelassen, es sei denn, diese Cachegröße ist für diese Örtlichkeit einfach notwenig, und obendrein die Geschichte, Aufgabe und/oder Lokation richtig gut. Da wir uns beim Cachen sowieso fast immer möglichst hochwertige Caches ausgesucht hatten, war ich nicht verwundert, gerade im September 2009 angekommen, mit meinen zu vergebenden Punkten schon früh am Ende gewesen zu sein. Also noch einmal die bereits benoteten Caches kritisch betrachtet, und ein paar Punkte wieder entfernt. Dann neu vergeben, und so weiter, und so weiter …
Jetzt sind sie alle vergeben. Und, ich hatte einen Heidenspaß bei dieser Zeitreise!
Wahnsinn, an welch interessanten Orten wir in all den Jahren so gewesen sind!